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Grußwort des Bürgermeisters zum Jahreswechsel

16.12.2021

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Nachdem die ersten Monate des Jahres 2021 geprägt waren von den Kontaktbeschränkungen und einem sogenannten „Lockdown“, entwickelte sich für viele Menschen über die Sommermonate hinweg die Hoffnung, wieder etwas Normalität in das gesellschaftliche, wirtschaftliche wie auch private Leben zu erlangen. Ich möchte an dieser Stelle gar nicht im Besonderen auf die Corona-Pandemie eingehen, die leider auch aktuell weiterhin unseren Alltag bestimmt.

Die Naturkatastrophen werden in den kommenden Jahren an Zahl und Intensität zunehmen. Die Bilder von verheerenden Überschwemmungen, schweren Bränden, von den vielen Menschen, die starben oder ihr Zuhause verloren, waren erschütternd und haben sich in das kollektive Gedächtnis eingebrannt. Unsere Gemeinde ist von schlimmen Ereignissen weitgehend verschont geblieben. Dies möchte ich zum Jahreswechsel mit Dankbarkeit feststellen. Zugleich darf ich mich bei allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern aus den Ortschaften Hamb, Labbeck und Sonsbeck bedanken, die mit großer Freude und durch ihren vorbildlichen Einsatz dazu beigetragen haben, dass es sich lohnt, in unserer Gemeinde zu leben.

Ich denke dabei an die zahlreichen Vereine, caritativen Organisationen und die vielen anderen uneigennützig aktiven Bereiche, die das Bild unserer Gemeinde prägen und ganz wesentlich dazu beigesteuert haben, dass es wieder möglich war, z. B. den Kultursommer an der Gommanschen Mühle unbeschwert zu erleben oder dass St. Martin an den festlich geschmückten Häusern vorbeizog. Ich denke auch an Leistungen im sportlichen Bereich. Der Bewegungsparcours im Winkelschen Busch wird mit großer Begeisterung angenommen und die Klimpansen vom SV 1919 Sonsbeck e. V. konnten stolz ihren Kletterturm "SonsBerg" mit insgesamt 70 Routen, die rund um den Turm in die Höhe führen, eröffnen.

In der letzten Ratssitzung wurden der Verein für Denkmalpflege Sonsbeck e. V., der St.-Martin Verein Sonsbeck e. V. und der Heimat- und Verkehrsverein Sonsbeck e. V. mit dem Heimat-Preis der Gemeinde Sonsbeck ausgezeichnet. Diese Vereine stehen beispielhaft für ehrenamtliches Engagement im Bereich der Heimat- und Brauchtumspflege. Auch im nächsten Jahr wird der Heimat-Preis erneut ausgelobt.

Für die Jugend- und Seniorenbetreuung wurden einige ideenreiche Aktivitäten angeboten und Vereinsjubiläen konnten zumindest im kleinen Rahmen gefeiert werden. Die Sonsbecker Gastronomie und das Kastell in unserer schönen Gemeinde haben sich wieder mit Menschen gefüllt. Doch leider wird das Ende des Jahres erneut von Einschränkungen bestimmt. Hoffen wir, dass wir die vierte Corona-Welle auch schnell gemeinsam überstehen.

In der "bescheidenen Welt" unserer Gemeinde ist mit der baldigen Fertigstellung und Einweihung des neuen Aussichtsturmes am Dürsberg ein Stück Ortsgeschichte geschrieben worden. Anfang nächsten Jahres erfolgt die Umfeldgestaltung für den Walderlebnispfad mit Bänken.

Ganz besonders freue ich mich, dass die Private Realschule Sonsbeck bereits nach kurzer Zeit auf so große Resonanz gestoßen ist und als ein Modell mit Vorbildcharakter erfolgreich in Sonsbeck angenommen wird. Wichtig und fortschrittlich finde ich es ebenfalls, dass sich die Gemeinde Sonsbeck gemeinsam mit den Kommunen Alpen, Rheinberg und Xanten erneut als LEADER-Region für die nächste Förderphase von 2023 bis 2027/2029 bewirbt. Durch LEADER konnten in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen in Sonsbeck umgesetzt werden. LEADER steht für einen Mehrwert in der Region.

Die Nachfrage nach Wohnbaugrundstücken in allen drei Ortschaften ist weiterhin sehr groß. Mit der Erarbeitung neuer Zuteilungskriterien für die Vergabe von Wohnbaugrundstücken wird die Möglichkeit geschaffen, dass sowohl die heranwachsenden Generationen in ihrer Heimatgemeinde als auch Auswärtige ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen können. Die Einbeziehung der Neubürgerinnen und -bürger ist entscheidend für den weiteren sozialen Zusammenhalt und die Bereicherung der Vereinsaktivitäten.

Unsere Gemeinde geht derzeit mit einer guten und kraftvollen Entwicklung voran. Dennoch können Rat und Verwaltung nicht allen Wünschen gerecht werden und vor allem können sie nicht alles auf einmal bewältigen. Trotz einer guten Wirtschaftslage und der Gesundung des gemeindlichen Haushaltes in den letzten Jahren wird der finanzielle Spielraum für alle Städte und Gemeinden 2022 spürbar enger. Der enorme Anstieg der Aufwendungen im sozialen Bereich und die Vorsorge zum Schutz der Umwelt und des Klimas bestimmen hier in erheblichem Umfang den Handlungsspielraum der kommunalen Entscheidungsträger und erfordern auch ein Umdenken der Bevölkerung.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wir sollten - trotz aller Schwierigkeiten, die uns in den nächsten Jahren erwarten - den Eindruck vermeiden, als bestünde die Zukunft nur noch aus Problemen. Wir leben in einem der reichsten und - bei Einordnung unserer Nöte in die weltweit bestehenden Schwierigkeiten - stabilsten Ländern dieser Erde. Nicht Resignation, sondern Optimismus und Kreativität sollen von daher unser Handeln für die Zukunft leiten.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein zufriedenes Jahr 2022.

Herzliche Grüße
Ihr

HEIKO SCHMIDT
BÜRGERMEISTER