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Ehem. Volksschulgebäude,
Datierung 1950 inschriftlich an der Fassade. Eingeschossiger langgestreckter
Backsteinbau mit Krüppelwalmdach, giebelständig. Im
vorderen Teil der Klassenbereich, zur Straße hin deutlich
durch drei große Segmentbogenfenster (hier wie an allen
anderen Öffnungen mit Sturzmauerung) in der Giebelfassade
ablesbar. Neben ihnen an der Gebäudeecke der tief eingenischte
Eingang mit originaler zweiflügeliger Holztür. Im Giebelgeschoss
drei kleinere Segmentbogenfenster. Ecke, Ortsgang und Traufe sind
durch Backsteinbänder betont. Die südliche Langseite
mit einem großen quadratischen, 4 großen Segmentbogenfenstern
(eines weiteren Klassenraumes) sowie einem Nebeneingang mit kleinerem
Fenster. An der nördlichen Langseite kleinere Segmentbogenfenster
(des Flures) sowie der Eingang zur rückwärtigen ehem.
Wohnung. Die Dachflächen werden durch jeweils drei kleinere
Dachgauben, mit Walmdächern u. seitl. Verschiefung in regelmäßigem
Abstand gegliedert.
Trotz der inzwischen veränderten Nutzung ist die Schulfunktion
noch deutlich (Fensteranordnung, Hauseingänge) ablesbar.
Das Gebäude zeigt das schlichte, traditionalistisch-ortsgebundene
Formenvokabular der Heimatschutzarchitektur (hier in der "niederrheinischen"
Ausprägung), wie es im ländlichen Raum vor und nach
dem Zweiten Weltkrieg häufig verwendet wurde; mit seiner
qualitätvollen, ganz auf die Harmonie von Proportionen und
handwerkliche Materialwirkung abzielenden Gestaltung repräsentiert
es eine wichtige Strömung innerhalb der Architekturentwicklung
des 20. Jahrhunderts. Als ehem. Schule und als Zeugnis der Heimatschutzarchitektur
des Wiederaufbaus nach dem zweiten Weltkrieg ist das Gebäude
daher.
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