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Die (im Lageplan
gekennzeichneten) baulichen Anlagen des Klosters sind in ihrer
Ganzheit (außen und innen) ein Baudenkmal im sinne von §
2 DSchG NW.
Eine detaillierte Benennung aller erhaltenswerten Elemente im
Inneren und äußeren im Hinblick auf eine erlaubnispflichtige
Maßnahmen (§ 9 DSchG NW) ist während des Eintragungsverfahrens
(§ 2/§ 3 DSchG NW) nicht zu leisten.
1852 als Kloster
und Pensionat errichtet in Form einer Stiftung des Grafen Hoensbroech,
von 1870 - 1919 Mutterhaus der deutschen Provinz der "franziskanerinnen
von der Buße und der christlichen Liebe", ab 1882 Pflegeheim
für geistig behinderte Frauen.
Baudaten:
1852/53 Südwest-
und Nordwestflügel des südlichen Hofes, anschließend
Südostflügel
1956/58 Kapelle
1865 Schließung des südlichen Hofes durch dessen nordöstlichen
Flügel
1920er Jahre
Erweiterung nach Nordosten einschl. Wirtschaftsgebäude
1957/58 Erweiterung
der Kapelle
1960/62 Erweiterung
der Anstaltsräume und Neubau einer Hilfsschule
Mehrflügelige
Anlage aus verschiedenen Bauphasen, von Gartenanlage umgeben mit
altem Baumbestand und Laubengängen wohl noch des 19. Jahrhunderts.
Zufahrt zum Haus durch eine Kastanienallee; eingefasst wird die
Anlage durch eine Buchenhecke, mehrere Toreingänge; vor dem
Eingang Figur des Hl. Bernardin.
Erhaltenswert die Flügelbauten um den Süd- und Mittelhof
einschl. Kapelle von 1858 sowie der Erweiterung nach Südosten
durch Heinz Tillmanns (Grundsteinlegung 1856); ebenfalls erhaltenswert
der Erweiterungsflügel im Nordwesten mit weitestgehender
Originalsubstanz einschl. Fenstern; der nordöstliche Vierflügelbau
ist derart verändert und überformt, dass ihm in seiner
Substanz keine Schutzwürdigkeit mehr zukommt; daran anschließend
das ehemalige sog. "Männerhaus"; Hausmeisterunterkünfte,
Remise und Wirtschaftshof aus den 1920er Jahren gehören zum
Bestand der ehemaligen Heilanstalt, ebenso das Maschinenhaus,
Heizwerk und Scheune. Alle Gebäude sind in Backstein ausgeführt,
z. T. mit neogotischen (Klostergebäude) bzw. "expressionistischen"
(Wirtschaftsgebäude) Zierformen.
In der Nordecke des Geländes kleine Backsteinkapelle aus
den 1920er Jahren mit geschweiftem Giebel, im Inneren auf Altarmensa
mit Inschrift Jesus und Maria am Sterbebett eines alten Mannes.
Durch die verschiedenen Bauphasen haben die Baukörper unterschiedliche
Geschosshöhen; zum überwiegenden Teil sind die Gebäude
dreigeschossig, in Backstein errichtet, mit historisieren Schmuckformen.
Im Innern trotz Modernisierungen weitgehende Erhaltung der alten
Ausstattung (Treppenhäuser, Fußböden, Türen,
Türblätter, teilweise historische Verkachelung der Flure).
Am ursprünglichen Hauptgebäude Sandsteinfiguren an der
Fassade (Bernhardin, Franziskus, im Mittelgiebel Muttergottes);
die umgebende Park- und Gartenanlagen entsprechen nicht mehr in
allen Teilen der ursprünglichen Konzeption und Wegeanlage,
sind aber trotzdem als Bestandteil der Gesamtanlage anzusehen;
hervorzuheben sind die ungewöhnlichen langen Laubengänge
aus der Mitte des 19. Jh. an der Südwestseite.
Ehemalige Klosterkapelle; einschiffiger Saal, von Südwesten
nach Nordosten ausgerichtet, mir Kreuzrippengewölbe, dreiseitige
Apsis, über der Eingansseite Nonnenempore, in der Apsis kleine
Konsolfiguren der Hl. Klara und Elisabeth zur Linken, der Hl.
Bernardin und Franziskus zur Rechten; Erweiterung an der südöstlichen
Langeseite mit Ausrichtung nach Osten, Saalbau mit gedrücktem
Seitenschiff nach Norden, vorgesetzter Glockenturm an der Ostseite,
beleuchtet wird der Kirchenraum durch Obergadenfenster der Nordseite
sowie quadratischer Fensterreihung an der Südseite, im Außenbau
Strebepfeiler; der Kirchenbau im neuen Stil der 50er Jahre stellt
eine gelungene Integration von Alt- und Neubau dar.
Die ehemalige Klosteranlage ist bedeutend für die Geschichte
des Menschen, der Niederrheinischen Kulturlandschaft im 19. Jh.
bzw. der 50er Jahre des 20. Jh.. Sie ist erhaltenswert aus künstlerischen,
wissenschafllichen, besonders architektur- und ortsgeschichtlichen
Gründen.
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